Erebos 3
Nick Dunmore ist längst ein etablierter Fotograf und hat das bösartige Computerspiel Erebos fast schon vergessen. Doch dann kehrt es unerwartet wieder in sein Leben zurück. Und mit ihm der legendäre Bote – der KI-Artige «Chef» des Spiels – mit einem neuen Auftrag für Nicks Spielfigur, den Dunkelelfen Sarius. «Der dritte Band in der Reihe Erebos von der Erfolgsautorin Ursula Poznanski ist unglaublich originell, spannungsvoll und vor allem auch ausdrucksstark und bildhaft geschrieben», findet unser Leporello-Jugendredaktor Immanuel Braun.
Erebos ist zurück! Nick Dunmore öffnet seinen Laptop und sieht den vertrauten Schriftzug «Erebos». Dieses Mal hat der Bote für Nicks Spielfigur Sarius einen besonderen Auftrag: «Gründe eine Horde! Mit einem Hüter, der bist du. Dann suche nach 10 Mitstreitern!» Da seine Freundin Emily gerade in New York ist, greift Nick kurzerhand auf die Hilfe seines Freund Victor zurück. Die beiden machen sich als Dunkelelf Sarius und Echsenmensch Squamato auf, um die Galgenvögel-Horde zu vervollständigen und ein ominöses «Rätsel» zu lösen.
Von Hexenzirkel und Allesfresser
Bald beginnt sich die Horde zu füllen, doch die anderen Horden konkurrieren ebenfalls um Mitglieder. So gibt es verbündete Horden wie den Hexenzirkel oder die Allesfresser. Besonders eine Horde ist sehr aggressiv: die Schädelspalter. Doch wie das alles im Zusammenhang mit einer blutigen Göttin, einem Auge, einer Entführung und einem Fussballmatch steht, darauf kommt Nick erst sehr spät.
Man kann sich alles sehr gut vorstellen, insbesondere die verschiedenen Facetten der Geschichte, welche sehr interessant sind. So gibt es die Geschichte im Videospiel mit den Horden und dem Boten, die Aufgaben im echten Leben, damit das Spiel überhaupt vorankommen und die Alltagsprobleme eines jeden Menschen. Das Ganze gibt der Geschichte eine Tiefe, besonders weil die Geschehnisse im Videospiel im Präsens, also im Jetzt passieren und sich die Geschichte in der Aussenwelt im Präteritum, also in der Vergangenheit abspielt.
Die Charaktere sind gut durchdacht
Dies ist zu Beginn noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich habe mich schnell daran gewöhnt. Es macht ja auch Sinn, damit man die beiden Welten leichter auseinanderhalten kann. Die Charaktere selbst sind gut durchdacht und vielschichtig. Ich konnte mich sowohl im Videospiel, als auch im «echten» Leben gut in die verschiedenen Situationen und Charaktere hineinversetzen.
Die Sprache ist leicht zu verstehen, manchmal geht mir jedoch die Geschichte etwas zu schleppend voran. Es lohnt sich aber in jedem Fall weiter zu lesen! Ich finde es eine sehr originelle, ja fantastische Idee ein Videospiel mit der echten Welt zu verknüpfen und dabei stets fliessende Übergänge zu schaffen. Der Autorin Ursula Poznanski ist damit eine höchst gelungene Fortsetzung einer ihrer bekanntesten Romanserien gelungen.
Definitiv lesenswert, auch für Lesemuffel
«Erebos 3» ist definitiv lesenswert – auch für Lesemuffel. Man sollte allerdings etwas Begeisterung für Videospiele mitbringen. Dieser Jugendroman ist sehr leb- und bildhaft geschrieben, man kann sich in alles gut hineinversetzen.
Ich empfehle das Buch ab 12 Jahren. Der Inhalt ist zwar nicht besonders gewalttätig, aber es ist von Terroranschlägen, Entführungen, Kämpfen und Verletzungen die Rede. Also nichts für sensible Gemüter.
Dann noch ein Tipp: es ist von Vorteil, die ersten zwei Bände bereits gelesen zu haben, ansonsten wird man sich schwertun gewisse Erzählstränge zu verstehen.
Kinder- und Jugendredaktion

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TitelErebos 3
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Autor:inUrsula Poznanski
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GenreFiction
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VerlagLöwe Verlag
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Erscheinungsdatum2025
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Seiten448